Fast Food – Entdeckungstour durchs Land des schnellen Essens

Fast-Food, des deutschen liebste Mahlzeit! Die Kombination aus Fett & Kohlenhydraten schmeckt nicht nur vorzüglich, gleichzeitig löst sie ein wahres Feuerwerk im Belohnungszentrum des Gehirns aus. Kein Wunder also, dass der durchschnittliche Deutsche fast jeden zweiten Tag zu Burger, Döner oder Currywurst & Co. greift. Welche Gerichte sich im Land der Bratwurst als die Populärsten etabliert haben und welche Gefahren im täglichen Verschlingen der gastronomischen Alleskönner liegen, klären wir hier kurz & kompakt!

Egal welches Hüngerchen Sie gerade drückt, im Fast-Food-Deutschland ist mittlerweile für jeden Magen etwas dabei. Der Siegeszug der schnellen Speisen ist unaufhaltsam, ob Dorf oder Großstadt: Wo Menschen leben ist Frittiertes nicht weit. War es zu Großelterns Zeit noch einfacher schnelle Snacks zu umgehen, ist die Fast-Food-Verfügbarkeit heutzutage ungemein größer. Verlockenden, günstigen Ess-Angeboten begegnen wir auf Schritt & Tritt. Das Resultat? Übergewicht, schlechte Bluttfett- und Leberwerte sowie ein Gaumen, der nur noch auf Futter reagiert, dessen Salz und Zuckergehalt numerische Ausmaße annimmt, welche den potenziellen Bauchumfang der täglichen Fast-Food-Konsumenten zum Teil noch übertreffen. Aber was genau essen wir Deutsche denn am liebsten und warum fällt der Verzicht auf diese Leckereien so schwer?

Gyros & Döner

Lamm, Kalbs- oder Hühnerfleisch auf den Spieß gepackt und im eigenen Saft gegart, die triefenden, wohlduftenden, abrasierten Abschnitte in ein Fladenbrot aus Weißmehl gepackt, mit frischem Gemüse und würziger Joghurtsauce übergossen und zusammengeklappt: Fertig ist der beliebteste Snack Deutschlands. Der Döner ist seit den 70er Jahren fester Bestandteil deutscher Esskultur. Mit fast 2 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr hat die Dönerindustrie allen anderen Fastfoodbranchen den Rang abgelaufen, selbst Giganten wie McDonalds oder Burgerking haben da das Nachsehen. Macht ja auch Sinn: Der Döner ist eine komplette Mahlzeit zwischen zwei Brothälften – ein zweischneidiges Schwert. Wird die Kombination aus Fleisch & Brot oft als kleiner Snack zwischendurch “auf die Hand” verkauft, ist der Energiegehalt des beliebtesten Fastfoodsnacks vergleichbar mit einer Hauptmahlzeit: Der durchschnittliche Döner schlägt mit 600-700 Kalorien zu Buche – fast die Hälfte des durchschnittlichen Tagesbedarf eines mittelmäßig aktiven Erwachsenen. Die Tatsache, dass diese Kalorien hauptsächlich durch Kohlenhydrate und Fett zusammenkommen, tut sein übriges.

Der griechische Bruder des Döner ist die Gyrospita. Ein Spezialität, die in Herstellungsweise und Geschmacksprofil dem Döner recht nahe kommt, aber zumeist als “Gyros-Komplett” mit des Deutschen liebster Nutzpflanze kombiniert wird: der Pommes. Ursprünglich als “Kartoffel” bekannt sind diese Kohlenhydratstäbchen nach dem Bad im heißen Fett ein unschlagbarer Begleiter zu nahezu jedem Gericht. Auch ein Döner wird mitunter zum “Pommdöner” umfunktioniert, der Hauptmahlzeitcharakter des Fladensnacks damit noch verstärkt. Frittierte Kartoffelschnitzen sind nicht unbedingt eine “leichte Mahlzeit” – kombiniert mit Gyros, Döner, Tzatziki addiert die durchschnittliche Portion Fritten nochmal gut 200 Kalorien auf die Gesamtzahl der Energieeinheit. 

Pizza

La dolce Vita, die Lebensfreude Italiens auf einer Teigplatte serviert und mit Käse überbacken. Die “Numero Due” deutscher Fastfoodkultur, ein Traum aus sonnengereiften Tomaten, feinstem Olivenöl und Spezialitäten aus dem Land des Genusses. Die beste Eigenschaft der Pizza: Ihre hohe “Belagsflexibilität” sorgt für die unglaublich breite Akzeptanz des italienischen Dauerbrenners. Ob Fleisch, Fisch oder vegetarisch – Pizza funktioniert nahezu mit jeder Zutat und kann insofern auch von nahezu jedem oder jeder genossen werden. Doch ob Thunfisch, Ei, Artischocken oder Salami, eine Pizza bleibt Pizza. Kohlenhydrate und Fett sind auch hier Basis des guten Geschmacks und so verleibt man sich pro Pizza schnell mal ca. 900 Kalorien ein. Den südeuropäischen Tellersnack findet man überall: Ob bei der traditionellen “Trattoria” zu Kerzenschein und Rotwein am Hochzeitstag, als Mitternachtsimbiss aus dem Pappkarton oder als selbst aufgebackene Tiefkühlvariante aus dem Supermarkt, das nächste Teigrad ist nicht weit! Buon appetito!

Bratwurst & Currywurst

Fleischbrät in Darm oder Kunstdarm gepresst, in heißem Öl gebraten und ins frische Brötchen gepackt. Für keine andere Kulturleistung sind wir Deutschen so bekannt wie für die Bratwurst. Ein Kulturgut, welches auch als Schnittwurst in feinwürziger Soße auf Tomatenbasis serviert wird – gepaart mit den dezenten Aromen des Currypulvers. Die Currywurst hat, als gelungenes Amalgam aus indischer Exotik & deutscher Bodenständigkeit, bereits 1950 ihren Siegeszug auf dem hart umkämpften Fastfood-Markt angetreten. Als zweitwichtigste Kulturleistung Deutschlands erfreut Sie sich auch international immer größerer Beliebtheit. Gerne wird der deutscheste aller Fastfoodsnacks mit dem Lieblingsgemüse der Deutschen verkauft – der frittierten Kartoffel. Der Kombination aus Pommes & exotischer Bratwurst wurde 1982 ein Denkmal gesetzt als Herbert Grönemeyer die Currywurst musikalisch mit den “malochenden Kumpels” aus dem Ruhrpott in Verbindung brachte und somit den Symbolgehalt der Mahlzeit ins unermessliche stiegen ließ. Unermesslich sind jedoch auch die Nährwerte der Ruhrpott-Ikone: Knapp 500 Kalorien bringt so ein Schmankerl auf die Waage – ein echtes Schwergewicht. Kontinuierlicher Genuss der Currywurst als kleiner Happen zwischendurch hat also auch schwerwiegende Folgen: Cholesterinwerte und Übergewicht im roten Bereich sowie eine sinkende Insulinsensibilität, resultierend aus den enormen Zuckergehalt der ketchup-haltigen Grundsoße, können langfristig eine “Wurstproblematik” der anderen Art auslösen: Impotenz. Der übermäßige Konsum von Fast Food ist generell nicht gesundheitsförderlich, reduzierte “Standfähigkeit” ist oftmals der Vorbote für schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes oder Veneninsuffizienz. Stefan Hennings, Gründer von Impotenz Selbsthilfe erzählt uns „Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein paar Übung zur Kräftigung der Beckenmuskulatur ist auf jeden Fall schon mal eine gute Grundlage für den gesunden (kleinen) Mann.“.

Sollte man also vollständig auf überall verfügbare Schnellmahlzeiten verzichten?

Wenn Fast Food, dann so:

Mit kleinen Maßnahmen kann man durchaus seinen Gelüsten fröhnen ohne seinen Körper direkt in die Bredouille zu bringen. Wie wäre es z.B. mit einem kleinen Salat zum Gyrosteller? Es muss ja nicht immer gleich die Portion Pommes sein! Außer natürlich zur Currywurst. Auch beim Dressing lässt sich hier einiges an Kalorien sparen – statt der Salatmayonnaise lieber etwas Essig & Öl, das schmeckt auch sehr lecker! Auch der Döner lässt sich optimieren – beim nächsten Mal einfach etwas weniger Fleisch und dafür mehr Gemüse in den Fladen packen lassen. Und wenn es doch unbedingt Fast Food sein muss? Statt Bus, Bahn und Auto einfach mal zu Fuß zur Imbissbude des Vertrauens gehen! Bewegung ist immernoch der beste Ausgleich zu ungesunder Ernährung. 

Currywurst Museum